1. Petrus 5,5

Andachten

Haltet fest an der Demut! Denn Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt Er Gnade.
Bedenkt, wozu euch Gott den Vorzug der Bildung und Erziehung gegeben hat! Nicht damit ihr stolz sein sollt auf das Wenige, das ihr wisst, oder Herabsehen auf die, welche weniger gelehrt sind als ihr. Nicht damit ihr eure Zeit vergeuden sollt bei schlechten Büchern, die euch lehren die Torheiten und die Unwissenheit einiger eurer Mitmenschen zu belachen, denen Gott weniger gegeben hat, als euch, sondern damit ihr lernt, was für große und gute Menschen in der Welt gelebt haben und noch leben, welche weise, gute und nützliche Dinge getan sind und noch getan weiden rings um uns her, damit ihr ihnen nachstrebet. Vor allem aber, damit ihr lernt auf Christum sehen und durch Christum auf Gott, damit ihr Ihm immer ähnlicher werdet, bis ihr, wie Paulus sagt, „zum vollkommenen Manne werdet, der da sei in dem Maß des vollkommenen Alters Christi“. Dazu helfe Gott euch allen nach Seiner großen Barmherzigkeit! (Charles Kingsley)


Haltet fest an der Demut! Denn Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
„Der erste Weg“, spricht Augustinus, „zu der Wahrheit zu gelangen, ist die Demut, der andere die Demut, der dritte die Demut und so oft, als man mich deshalb fragen würde, wüsste ich nicht anders zu antworten; nicht, als wenn uns sonst nichts geboten wäre, das ich anführen könnte, sondern weil, wo die Demut nicht vor allem, was wir Gutes tun, hergeht, wo es nicht die Demut begleitet, und wo ihm nicht die Demut nachfolgt, alles durch Hoffart verloren wird“. Es hat dieser große Lehrer wohl gesehen, dass die Demut eine von den Haupttugenden des Christentums ist, des Glaubens (nächst der Liebe und Hoffnung) liebste und lieblichste Tochter, die man mit Recht der andern Tugenden Säugamme und Erhalterin nennen möchte. Gleichwie die Uhr durch das Gewicht; das immer niederwärts geht, im Gang erhalten wird, also das Christentum durchs Gebet und durch die Demut. Man mag sie nennen das Kleid des Herrn Jesu, welches er bei seinem Eintritt in die Welt angelegt, welches er auch getragen hat bis an sein Ende, und damit er vornehmlich, wenn ich so reden mag, in der Welt geprangt hat. Dies ist seine Livree, darin er alle die Seinigen kleidet, dies ist sein Sinn, welchen er durch seine Gnade und Geist ihnen allen ins Herz pflanzt, und wer diesen Sinn nicht hat, der ist nicht sein, der hat ihn noch nie recht erkannt. Weil es aber eine Sache ist, die unsrer verderbten und in sich selbst verliebten Natur sehr zuwider, die man auch deshalb nicht so stracks fassen kann, so will er, dass wir bei ihm in die Schule gehen sollen täglich und ruft uns zu: Lernet von mir, denn ich bin von Herzen demütig. Damit wir nun von dieser edlen Tugend je mehr und mehr etwas fassen mögen, so haben wir zu bedenken, dass eine gläubige Seele notwendig eine demütige Seele sein müsse. Der Glaube bringt die Demut notwendig mit sich, denn weil er Christum ergreift, der von Herzen demütig ist, und das Herz des Menschen mit dem Herzen Christi verbindet, oder, dass ich mit der Schrift rede, weil Christus durch den Glauben im Herzen wohnt und in den Gläubigen lebt, sie auch mit seinem Geist und Sinn begabt, wie können sie denn anders als demütig sein und der Demut sich befleißigen? Denn Christus macht Die Seinigen nicht nur seines Blutes und seiner Gerechtigkeit, sondern auch seines Geistes und seiner Natur teilhaftig, und es ist unmöglich, dass einer sollte also mit Christo vereinigt sein, dass er seiner Gerechtigkeit vor Gott genieße, und sollte doch von seiner Liebe, Sanftmut und Demut nichts wissen. (Christian Scriver.)


Den Demütigen gibt Er Gnade.
Gott, Du bist der Hohe und Erhabene, der im Heiligtum wohnt, es gibt keine andre Größe und Hoheit neben Dir. Alle Macht und Herrlichkeit außer Dir ist etwas Erborgtes und nimmt einmal ein Ende die Deinige hast Du aus Dir Die selbst, und sie ist ohne Ende. Seraphim vor Deinem Thron sind die Demütigsten aller Deiner Geschöpfe, weil sie den unmittelbaren Anblick Deiner Majestät und Größe haben.

Erfülle doch heute mein Herz mit einem tiefen Eindruck Deiner Hoheit und Erhabenheit, und einem demütigen Gefühl meiner eigenen Niedrigkeit. Ich möchte tief zu Deinen Füßen liegen, versunken in Anbetung und Erstaunen dass Du mir, der ich doch nur Staub und Erde bin, es vergönnst, Dir zu nahen, den die Engel mit bedecktem Angesicht anbeten, und vor dessen Augen selbst die Himmel nicht rein sind.

Vernichte doch jeden hochmütigen Gedanken in mir, lass mich begreifen, dass ich mich nicht tief genug vor Dir demütigen kann. Herr, Herr, was kann ich vor Dich bringen? meine besten Gedanken, wie unrein sind sie! meine besten Werke, wie unvollkommen! meine beste Liebe, wie lau! meine besten Gebete, wie kalt! und meine andächtigsten Stunden, wenn ich nach ihnen gerichtet werden sollte, sie würden mich verdammen!

Ich habe keine andre Zuflucht, sehe keine andre Rettung, als das Kreuz meines Erlösers da, Herr, gibst Du mir die Gnade, die Du den Demütigen versprochen hast. Mir selbst und der Sünde entsagend, möchte ich mich allein auf Jesum werfen, und Ihn anrufen: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich bereue tief meine Vergangenheit, und in Sorge für die Zukunft, erhebe ich mein Auge zu Dir. Von meiner eigenen Unwürdigkeit überzeugt, habe ich keinen andern Halt als Dein unendliches Verdienst und Würdigkeit. Ich komme vor Dich mit Bitten und Flehen: wasche mich rein in Deinem Blut, heilige mich durch Deinen Geist, lass mich allein an Deiner Gnade hangen, weil ich ohne Dich verloren bin.

Verleihe auch, dass ich Deine Demut und Sanftmut mir zum Vorbild nehme, dass mein Herz klein und anspruchslos werde. Lass durch die Gnade Deines Geistes in meiner Seele keinen Raum für Stolz, Hoffart, Selbstbewusstsein, Eitelkeit, Neid und Selbsterhebung, sondern lass mich in Demut Andre höher achten als mich selbst. Lass mich nur niemals vergessen, dass ich ganz allein von Deiner Gnade lebe, dass ich für Zeit und Ewigkeit gänzlich von Dir abhänge, und dass es mir wohl ansteht, mich niedrig und gebückt zu halten. Möchte ich doch meinen Willen ganz in dem Deinigen verlieren und wie ein Kind Dich fragen: was soll ich tun? Niemals komme ein Murren über Deine Führungen in in ein Herz, vielmehr leite diese geistliche Armut mich dahin, dass ich Dein Verschonen preise, da Du, heiligster Gott, den unfruchtbaren Baum nicht abgehauen hast, der Deiner Geduld und Nachsicht so manches Jahr getrotzt hat.

Herr, erbarme Dich auch meiner Lieben. Lass die Bande der Natur unter uns befestigt und geheiligt werden durch das Einssein in Dir. Segne Dein Werk in der Welt, und lass Deinen heiligen Geist über sie ausgegossen werden.

So befehle ich mich denn Dir und dem Wert Deiner Gnade. Leite mich auch heute nach Deinem Rat, lass mich diesen Tag so leben, als wäre es mein letzter. Und wenn mein letzter Tag anbricht, so sei er mir der Eingang in die selige Ewigkeit. Um Jesu Christi willen. Amen. (John Ross MacDuff)


Haltet fest an der Demut, denn Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
Wer bist du? diese Frage soll jeder Mensch des Tages sieben Mal sich selbst zum Lösen aufgeben, so würde weniger Dünkel, mehr Demut und Liebe unter den Christen sein. Wer bist du? bist du etwas in deinen Augen: so bist du nicht nur nichts, wie wir Alle sind, sondern du bist auch dabei ein aufgeblasener Tor und Selbstbetrüger oder ein Betrogener. Am Allerwenigsten kennen sich Menschen und besonders Fromme, die nach hohen Dingen, hohen Erkenntnissen, tiefen Einsichten und nach besonderen Sachen trachten, die Andere nicht wissen und nicht kennen; denn diese versteigen sich so sehr, dass sie den Weg zu sich selbst zurück nicht mehr finden. Hüte dich, schau nicht nach Höhen hin! Gott weiß es, was dort ist; und wenn du es sehen und wissen sollst, wird er dir in einem Augenblick mehr, als du in hundert Jahren nicht erforschen kannst. Schau nicht nach Höhen hin, schau in dich hinein, steig herab zu den Demütigen, Niedrigen und bleib' unten im Tale der Selbsterkenntnis und Selbsterniedrigung, so wird Gott dich erhöhen und dir Dinge offenbaren, die du auf schwindelnden Höhen nie finden kannst, wenn er sie dir nicht zeigt auf dem Wege des demütigen Glaubens. (unbekannt)


Allesamt seid unter einander untertan, und haltet fest an der Demut.
Wer nicht nach hohen Dingen trachtet, der kommt auch seinem Nächsten „mit Ehrerbietung zuvor“, wie unsre Epistel das fordert. Diese Ehrerbietung beweist sich dadurch, dass Einer dem Andern untertan ist. Das will aber gelernt sein und geht nicht ohne bitteren Kampf mit dem eigenen Fleisch und Blut ab. Denn Fleischesart und Blutesart will sich nichts sagen lassen und will gern hoch hinaus. Um diesen demütigen Sinn zu erlangen, denke einmal, dass dein Bruder nicht nur ein jämmerlicher Sünder ist, sondern dass er auch eine himmlische Herrlichkeit an sich trägt. Freilich, er ist ein armer Mensch, voller Fehler und Gebrechen. Aber vergiss nicht, der Nächste ist nach Gottes Bild geschaffen, und dieses Gottesbild glänzt durch allen Jammer doch noch hindurch; er ist zur Ewigkeit hingerichtet und hat ein Kämmerlein in seinem Herzen, darinnen wohnt das Heimweh nach dem Jerusalem da droben; er ist durch das heilige Opfer Jesu Christi zur Seligkeit berufen, das Lamm Gottes hat sein Blut auch für ihn dahinströmen lassen. So großartig steht der Mensch, den du verachten willst, vor Gottes Augen. Erkenne in ihm die himmlische Herrlichkeit an. Und dann bedenke weiter, dass du nicht nur mit himmlischer Herrlichkeit geschmückt bist, sondern dass du auch zu den jämmerlichen Sündern gehörst. Gewiss, auch du trägst Gottes Siegel an der Stirn und Heimweh nach der Ewigkeit in der Seele, und der Karfreitag ist auch dein Erlösungstag gewesen. Aber wie oft hast du die Inschrift Gottes auf deiner Stirn so sehr mit Staub und Schmutz der Sünde bedeckt; wie manches Mal ist der Sehnsuchtston nach der Seligkeit, der im Herzen wiederhallen soll, durch das Rufen und Singen und Klingen dieser Erde erstickt worden, und die Erde ist dir Heimat gewesen; wie leicht ist der Segen des Karfreitags vergessen und der Mann der Schmerzen in den Hintergrund gedrängt! Wenn der Christ sich so ansieht und erkennt auch sein Elend, und wenn er den Bruder so ansieht und erkennt auch des Nächsten Herrlichkeit, dann wird das Beugen schon leichter. Dann verlangt man nicht immer den besten Platz und den ersten Gruß, man lernt von Jesu, der sich so tief herabgelassen hat, der für unsern Stolz und Übermut gelitten hat. So wird Einer dem Andern in der Demut untertan, so kommt Einer dem Andern mit Ehrerbietung zuvor.

Lasst uns beten: Herr Jesu Christe, Du demütiges Gotteslamm, das für uns erwürget ist, wir klagen uns in der Frühe dieses Tages vor Dir an, weil unser Herz so störrig ist und unser Nacken so hart, dass wir uns vor dem Nächsten nicht beugen wollen. Vergib Du uns und rühre unsern Sinn heute und allezeit, dass wir die Herrlichkeit des Bruders verstehen lernen und wissen, wie hoch Du ihn achtest. Dabei zeige uns unsre ganze Jämmerlichkeit und Erbärmlichkeit, in die wir durch unsre Sünde hinein geraten sind. Mach uns in unsern eignen Augen recht klein. Ach, lieber Herr und Heiland, wir flehen Dich an, pflanze Deine liebe Demut in unser brausendes Herz hinein, sonst wird es doch nicht stille. Nach diesem köstlichen Schmuck verlangt uns, o Herr; weise uns nicht von Dir, Du hast ja selbst gesagt: „Wer zu mir kommt, den will ich nicht hinausstoßen.“ Treuer Herr Jesu, gib uns Demut! Amen. (Wilhelm Hunzinger)


Haltet fest an der Demut.
Lieber, forsche doch, ob du hohe oder niedrige Gedanken von dir habest; ob du des demütigen Königs David Art an dir habest, der bei der Abholung der Bundeslade zu Michal sprach: Ich will noch geringer werden denn also, und will niedrig sein in meinen Augen (2 Sam. 6, 22). Federn fliegen in die Luft, Gold aber sinket zur Erden. Ein Unwiedergeborner steht mit Theudas auf und gibt vor, er sei etwas (Apost. 5, 36); ein Wiedergeborner tritt in die Verleugnung seiner selbst und spricht mit dem Apostel: Ich bin nichts (2 Kor. 12, 11). So hoch in Werken, so niedrig ist er im Geist. Wie wünsche ich denn, dass wir unserer heuchlerischen Eigenliebe je mehr und mehr mögen absterben! Unsere Heimat ist hoch, aber der Weg zu derselben ist niedrig. (Georg Nitsch)


Haltet fest an der Demut. Denn Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
Es haben die Menschen schon manches Gute ersonnen. Wenn man die Schriften der alten Heiden liest, so findet man viele vortreffliche Anweisungen zum rechtschaffenen Leben. Auch die Weltweisen in unsern Tagen haben manches Brauchbare zu Tage gefördert und manche Sätze aufgestellt, die auch wahre Christen sich wohl merken dürfen: aber ein solches Wörtlein hat doch noch Reiner aus seinem Geiste herausgeboren, wie das Wort des Heilands am Anfang der Bergpredigt, und das Wort Petri: „den Demütigen gibt Gott Gnade.“ Dies war, bis es Gott den Menschen offenbarte, eine verdeckte, vor ihrem Geistesauge verhüllte Sache. Dass die Wahrheit, dass die Gerechtigkeit und das göttliche Leben mit der Armut im Geist, mit einem niedrigen, gebeugten Sinn anfange: dies haben die Weisen dieser Welt nicht gefunden. Und das ist auch sehr natürlich; denn die menschliche Natur strebt immer in die Höhe, statt in die Niedrigkeit. Aber durch das Wort und den Geist ist es nun offenbar, dass ein niedriger, gebeugter Armersündersinn das erste Erfordernis zu Erlangung der Gnade Gottes ist; dass das göttliche Leben mit solchem Sinn anfängt, mit solchem Sinn fortgeht und wächst, und mit solchem Sinn endigt. Mit diesem Sinn beginnt ein neugeborenes geistliches Kind seinen Lauf, seinen Glaubenslauf; und mit diesem Sinn legt ein alter Streiter Jesu Christi, der sich müde gearbeitet hat im Dienst seines Gottes, seine Füße zusammen, und schickt sich an, einzugehen in das ewige Königreich seines HErrn, - mit keinem anderen Gedanken, als dass er ein unwürdiger armer Sünder sei, und aus purer Gnade Teil habe am Erbteil der Heiligen im Licht. Und wenn er nicht in diesem Sinn seine Arbeit verlässt, und etwas zum Voraus zu haben glaubt um seiner Arbeit oder um seiner Treue willen, so ist er verwerflich vor den Augen Gottes. Aber gerade das ist ein Hauptgrund, warum das Evangelium so vielen zur Torheit, zum Ärgernis, ja zum Geruch des Todes zum Tode wird, weil sie es wohl fühlen: hier geht es auf lauter Demütigungen hinaus, auf das Nichtswerden, auf das Verzagen an sich selbst. Das ist der stolzen Natur unerträglich; darüber stürzt sie; davor ergreift sie die Flucht; das ist ihr ärgerlich und widerlich.

HErr Jesu! du pflanzest so gern in die Herzen der Deinigen solche Gedanken, die dir wohlgefallen. Ach, wir bitten dich, zerbrich unsere hoffärtigen Herzen und alle die hohen Gedanken, die etwa noch in unserm Innern sind; zerstöre alle Hoffart und gib uns ein kleines, gebeugtes, ein von deinem Tod und Schmerz gänzlich hingenommenes Herz. (Ludwig Hofacker)


Hüllet euch fest in die Demut!
Viel Reden über die Demut beweist keineswegs, dass man wirklich demütig ist. Es ist jedenfalls leichter, über diese Tugend zu reden als sie zu üben. Ach, welche Tiefen von Bosheit und Tücke unseres Herzens liegen im Hochmut! Der einzige Trost des Gläubigen dagegen besteht darin, dass der Geist Gottes allen diesen Abgründen auf den Grund kommen, sie ausfüllen und uns wirklich von Herzen demütig machen kann. Zu kämpfen wird es ja freilich geben bis ans Ende; aber es ist ein guter Kampf, in welchem wir „mehr als Sieger werden durch den, der uns geliebt hat“. Spüren wir denn eine Regung des Hochmuts, so lasst uns daraus den Nutzen ziehen, uns gerade dadurch zu demütigen! Durch dieses Mittel werden selbst unsere Niederlagen beitragen zu unserer Förderung und zu unserem Sieg. Gedenkt überdies daran, dass Jesus immer gegenwärtig ist, immer gleich gütig, mitleidig, bereit zu helfen! Er ist immer zur Hand, um euch aufzurichten, wenn ihr gefallen seid, und euch alles zu vergeben. Durch seine tiefe Erniedrigung ist, wie alles andere, so auch unser Hochmut gesühnt worden, und er hat uns das Heilmittel dafür verschafft, indem er uns seinen Geist gegeben, der an uns tun kann über all unser Bitten und Verstehen.

In dem Maße, wie wir wachsen in wahrer Demut, werden wir auch wachsen in den sonstigen Gnadengaben, welche Gott seinen Kindern gibt; wir werden wachsen an wahrem Seelenfrieden, wachsen in der Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie die Wasserbäche in der Natur, so auch überfluten die Ströme der Gnade nur die niedrig gelegenen Orte und lassen die Höhen trocken. „Du lässt Brunnen quellen in den Gründen, dass sie zwischen den Bergen hinwallen“ heißt es im 104 Psalm. Und wie die Gewässer sich eine Bahn brechen, bevor sie frei fließen, so auch bereitet sich die Gnade erst einen freien Weg im Herzen des Menschen, indem sie damit beginnt, ihn zu demütigen und von allem Dünkel zu entleeren. „Den Demütigen gibt Gott Gnade“; bei ihnen will er wohnen. (Auguste Rochat)

Predigten

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