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1. Korinther 15,3

1. Korinther 15,3

Andachten

Denn ich habe euch zuerst gegeben, welches ich auch empfangen habe, dass Christus gestorben sei für unsere Sünden nach der Schrift, und dass Er begraben sei, und dass Er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift.
Es steht nicht umsonst in unserm Glaubensbekenntnis, dass JEsus begraben sei, der HErr selbst hat es vorher verkündigt, und Paulus rechnet es ausdrücklich zu seinem apostolischen Zeugnis. Er hätte ja Macht gehabt, Sein Leben wiederzunehmen, wie Er Macht hatte, es zu lassen; aber Er wollte in allen Dingen uns gleich werden, um in allen Dingen uns helfen zu können. Der Grabesweg ist der Weg alles Fleisches, und wie Er unser Fleisch an Sich genommen, so hat Er auch diesen letzten Weg des Fleisches geheiligt mit Seinem Vorgange und die Gräber Seiner Toten zu Ruhestätten und Schlafkammern der Lebendigen gemacht. Ich darf nun nicht vor meinem Grab erschrecken, da Du, mein Heil, Dich in das Grab lässt strecken, Dein Grab macht meins zur süßen Lagerstätt, zum Schlafgemach, zum stillen Ruhebett. Wohl steht dem Fleische noch dieses Gericht bevor, dass es im Grabe liegen und verwesen muss; aber wie der alte Mensch durch die Taufe begraben ist in den Tod und durch tägliche Reue und Buße immer von neuem begraben wird, und wie wir durch den Glauben Christi Glieder geworden sind, und an Ihm, als unserm Haupte hangen, so trägt nun auch der Leib den Samen des unauflöslichen Lebens an sich, und wie Christus auferweckt ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so wird Er auch unsern nichtigen Leib verklären, dass er ähnlich werde Seinem verklärten Leibe. O tröstliches Bild, o gnadenvolles Zeichen, das aber nur der Glaube kann erreichen. Der Fluch ist weg, die Erde ist nun rein, zum Zeugnis des musst Du begraben sein.

O HErr unseres Todes und unseres Grabes, lehre uns das recht bedenken. Weil Du verlassen wurdest in Nacht und Grauen sind wir gewiss, Du wirst uns nie verlassen noch versäumen. Seit Du gestorben bist, hat der Tod seinen Stachel und die Hölle ihren Sieg verloren, und durch Deine Ruhe im Grabe hast Du auch uns das Grab zu einer sanften Ruhestatt gemacht. Hilf uns denn, dass wir Dich nie verlassen, lass uns völlig Dein sein im Leben und im Sterben, schenke uns eine selige Sterbestunde, und wenn man uns in das Grab legt, so lass uns ruhen in Hoffnung, bis Du uns auferwecken wirst am Tage Deiner Wiederkunft in der Herrlichkeit. Amen.(Hermann Haccius)

Predigten

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