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Lukas 19,9

Lukas 19,9

Andachten

Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist.
Wenn Jesus selber sein Heil ausspricht über ein Haus, wie groß muss da der Segen sein, der auf solch einem Hause ruht! Die Einkehr Jesu ist die Einkehr der Vergebung der Sünden, des Friedens, mit Gott, der Freude und der Gerechtigkeit im heiligen Geist; die ganze Fülle der Gottheit ist solch einem Hause zu Teil geworden. Wie gern hat man einen lieben Besuch! Wie fröhlich kommen die Kinder ihrem Vater entgegen, wenn er ihnen etwas mit nach Hause bringt! Und doch bringt auch der liebste Freund uns immer ein Stück seiner Sünde mit, und auch die erfreulichsten Besuche oder Geschenke sind nur vorübergehende und hinfällige. Jesu Einkehr und Gastgeschenke sind etwas Anderes. Mit ihm tritt das Heil ein unter unser Dach, und das Heil ist etwas für die ganze Ewigkeit Vollendetes. Daran können alle Hausbewohner zehren, und zehren es doch nicht auf. Dieses Heil ist etwas Bleibendes, etwas, das sich im Grund des Herzens festsetzt, und dann auch nach außen wirkt, und das schlichteste Dach zu einem Tempel Gottes macht. Zum Genuss dieses Heils kam Zachäus durch den Glauben. Auch er wird nun ein Abrahams-Sprössling, einer von denen, die durch Glauben und Geduld ererbt haben die Verheißungen. Welch ein Unterschied zwischen einem Hausstand, wo Jesu Ehre obenan steht im Praktischen, und wo an den sechs Werktagen derselbe Geist weht, wie am Sonntag, in den gewöhnlichsten Verrichtungen ebenso, wie in den Hausandachten und einem andern Hauswesen, wo Jesus nur zu gewissen Stunden eingelassen wird, aber nicht den Ehrenplatz hat in Handel und Wandel! Zachäus erfährt nach seiner Bekehrung, wie Jesus nicht nur auf die Kanzel passt, oder vor die offene Bibel, sondern wie die Gottseligkeit zu allen Dingen nützt, und die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens hat. (Friedrich Lobstein)


Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.
So sagt der Heiland von Zachäus, den Er vom Baum herunter ruft, dass er sein Haus öffne, weil Er bei ihm einkehren will, und dann haben sie mit einander ein Festlein gefeiert. Es heißt nicht: „diesem Manne“, sondern: „diesem Hause“. Also Weib, Kinder und Gesinde haben's auch gekriegt. Geht einmal der Heiland in ein Haus herein, dann kommt Er für alle; alle bis zur Wiege Herunter empfangen einen Segen. Ein Vater darf nicht sorgen, ob wohl, wenn er gesegnet wird, auch sein Weib und seine Kinder gesegnet werden. Er darf denken: Ich bins; so sind's die anderen auch. Ja wenn's nur ein Glied im Haus ist, ein Sohn oder eine Tochter, ein Knecht oder eine Magd, das einen Besuch vom Heiland kriegt, so dürfen's alle spüren. Es ist nicht auszudenken, wie der Duft vom einkehrenden Heiland an alle kommt, die da sind. (Christoph Blumhardt)

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