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Markus 2,5

Markus 2,5

Andachten

“Da aber Jesus ihren Glauben sah“
Kann man denn Glauben sehen? Jesus sah ihn schon, ehe sie eine Tat des Glaubens ausführten, weil er in Menschenherzen lesen kann. Aber in dem Augenblick, als die Träger die platten Fliesen des Daches wegrissen, konnte jedermann ihren Glauben sehen. Da war eine Anstrengung, eine Tätigkeit, die nur vom Glauben bewirkt sein konnte. Schau in dein Leben: wo ist da solch ein Schritt offenbar geworden, der ohne Glauben ganz unerklärlich und auch nie geschehen wäre. Gibt es keine Entscheidung, keine Wahl, keine Selbstverleugnung, die sich im letzten Grunde nur durch das heimliche drängende Glaubensleben erklären lässt? Dann dürfte dein Einfluss auf andere Menschen in religiöser Hinsicht recht ärmlich und schwächlich bleiben; denn das Beispiel zieht stärker als alle Reden. Etwas anderes ist, ob Jesus deinen Glauben sieht. Ist das in deinem Innenleben die eine heimliche gesunde Seite, dass er deinen Glauben anerkennt, dann sei stille! Dann wird schon die Überfülle und der Überschwang des heimlichen Erlebens sich Bahn brechen, und dein Leben wird Zeugnis ablegen davon, dass Jesus deinen Glauben sah!

Lieber Herr, ich bitte dich, stärke meinen Glauben, dass er eine wirkliche Kraft und einen starken Trieb bekomme. Du bist mein Zeuge! Der du ins Verborgene siehst - hilf mir zum Leben aus Glauben öffentlich! Amen. (Samuel Keller)


Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.
Die Vergebung der Sünden gehört unverkennbar zu den höchsten Gütern, deren ein Mensch überhaupt teilhaftig werden kann. Lesen wir Markus 2, l-12, so finden wir hier einen Elenden, dem zwei kostbare Gnaden miteinander geschenkt worden sind. Jesus vergab ihm seine Sünden und heilte seinen Leib. Das war viel auf einmal! Vor Jesus als dem Fürsten des Lebens muss alles weichen, was Unordnung und Zerrüttung ist. Sünde, Krankheit, Tod finden in Ihm den großen Meister, der alles wieder zurechtbringt. Macht, Sünden zu vergeben, liegt in Seiner Hand. Die Vergebung der Sünden ist eine Tat Gottes. Gott sei Dank! Jesus hat in den Tagen Seines Erdenlebens angefangen, Sünden zu vergeben. Er hat vielen ihre Last und ihre Bürde weggenommen; denn Er hat Sein kostbares Blut vergossen für die Sünden aller Sünder. Nun fährt Er immer fort, auf Erden Sünden zu vergeben. Nach Seiner herrlichen Auferstehung hat Er vom Vater den Heiligen Geist gesandt. Und der Geist ist unter uns. Wo Jesus als der Sünderheiland verkündigt wird, wo Seelen sind, die unter ihrer Sündenlast seufzen, da ist Gott der Heilige Geist tätig zugegen. Er spricht das Wort des Herrn hinein in die Herzen: Dir sind deine Sünden vergeben! Dir, auch dir sind sie vergeben! Deine, deine eigenen Sünden sind dir vergeben! Dies Wort ist ein klares, ein bestimmtes, ein gewisses Wort. Wem der Heilige Geist es hat in die Seele hineinsprechen können, dem kann's niemand mehr ausreden. Die Vergebung ist eine Tatsache, sie bringt gewaltige Veränderungen mit sich. Der Reichtum der Gnade Jesu bedeckt alles. (Markus Hauser)

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