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Maleachi 3,10

Maleachi 3,10

Andachten

Bringet aber die Zehnten ganz in mein Kornhaus, auf dass in meinem Haus Speise sei; und prüfet mich hierinnen, spricht der Herr Zebaoth, ob ich euch nicht des Himmels Fenster aufthun werde, und Segen herabschütten die Fülle.
Viele lesen diese Verheißung und machen sie geltend, ohne die Bedingung zu beachten, unter welcher der Segen verheißen ist. Wir können nicht erwarten, dass der Himmel aufgetan oder der Segen herabgeschüttet werde, wenn wir dem Herrn, unsrem Gott, und Seiner Sache nicht das Schuldige bezahlen. Es würde kein Mangel an Mitteln zu heiligen Zwecken da sein, wenn alle, die sich Christen nennen, ihren gebührenden Anteil zahlten. Viele sind arm, weil sie Gott berauben. Auch viele Gemeinden entbehren der Heimsuchungen des Geistes, weil sie ihre Prediger Hunger leiden lassen. Wenn keine irdische Speise für Gottes Diener da ist, so brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn ihre Predigt wenig Nahrung für unsre Seelen hat. Wenn die Missionen nach Mitteln schmachten, und das Werk des Herrn durch eine leere Kasse gehindert wird, wie können wir da großes Wohlergehen der Seelen erwarten? Komm, komm! Was habe ich in letzter Zeit gegeben? Bin ich knickerig gegen meinen Gott gewesen? Habe ich mich gegen meinen Heiland karg bewiesen? Dies geht nicht an! Lasst mich meinem Herrn Jesu Seinen Zehnten geben, indem ich den Armen helfe und Sein Werk unterstütze, dann werde ich Seine Segensmacht in großem Maße erfahren. (Charles Haddon Spurgeon)


“Prüft mich hierinnen, spricht der HErr Zebaoth, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun werde, und Segen herabschütten die Fülle.“
Also, „des Himmels Fenster sollen sich auftun“, hat die Weissagung gesagt und zwar vierhundert Jahre vorher, ehe das Fenster am Himmel aufging, d. h. ehe der Himmel sich auftat und der Sohn Gottes, das Wort von Gott, herniederstieg ins Fleisch. Das war freilich ein wunderbares Aufgehen des Himmels. Bei der Sündflut haben sich auch die Fenster des Himmels aufgetan; aber damals geschah's zum Gericht. Jetzt kommt's fröhlich und versöhnend vom Himmel herab mit einem wunderbaren Segen, der zuletzt die ganze Welt in etwas Anderes umwandeln soll. Aber dass nur einmal hierzu der Himmel aufgegangen ist, das ist nicht genug. Einmal allerdings sollte es geschehen mit dem Kommen des HErrn ins Fleisch, aber von nun an sollte der Himmel aufgetan bleiben und noch völliger aufgehen, wie ja durch das Kommen des HErrn auch das Herabkommen des Heiligen Geistes über alles Fleisch vorbereitet worden ist. Und das Aufgehen des Himmels für den Heilige Geist, das ist das Hochwichtige, das wir auch jetzt wieder als einen Segen vom Himmel zu erwarten haben. Alle übrigen Segnungen, die wir uns sonst vom Himmel herab erbitten, sind nicht die Hauptsache, sondern die Segnungen in Christo durch den Heiligen Geist sind's, auf die wir durch den Propheten hingewiesen werden, und sie sind's, die wir fort und fort auch erneuert uns denken dürfen und wünschen müssen. (Christoph Blumhardt)


“Prüft mich hierinnen, spricht der HErr Zebaoth ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.“
Prüft mich hierinnen, sagt der HErr, ob ich nicht der bin, der das tun wird. Wir haben erst in dem die Liebe des Vaters völlig, wenn, was verheißen ist, auch wirklich geschehen ist, wenn nämlich alle Welt rufen darf: „Christus ist geboren“. Der Himmel muss sich ja ohnehin noch einmal auftun, wenn derselbe, der jetzt als ein Kindlein kommt, einmal mit der Herrlichkeit des Vaters mit allen Heiligen und Engeln aus dem Innersten der Himmel hervortreten und sichtbar erscheinen wird zur Erlösung der Kreatur. Wenn wir also Ihn prüfen, ob Er Wort gehalten habe, so müssen wir sagen: „Ja, denn Christus ist geboren“. Zugleich aber ist mit dem „Prüft mich!“ auch die Bürgschaft gegeben, dass dem gekommenen Heiland noch einmal die Fenster des Himmels sich öffnen werden zu Seiner Wiederkunft. Die Bürgschaft ist gegeben, dass, wenn's auch lange ansteht und wenn man drunter hinein viel seufzen muss, wir Ihn immer wieder erkennen dürfen als den Gnädigen und Barmherzigen, bis Er mit Seiner Wiederkunft die Fülle des Segens herabschütten wird über die seufzende Menschenwelt. Ach, der HErr wolle auch heute die Fenster des Himmels auftun und Kräfte und Geist von Oben, wenn nicht herabschütten, so doch herab tröpfeln lassen auf uns, zu unsrer Aufrichtung und Ermunterung, in Freudigkeit fort zu kämpfen, bis das Vollkommene eintreten wird. (Christoph Blumhardt)

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