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Jesaja 7,13

Jesaja 7,13

Andachten

Da sprach er: Wohlan, so hört ihr vom Hause Davids: Ist es euch zu wenig, dass ihr die Leute beleidiget, ihr müsst auch meinen Gott beleidigen?
Jesaias war ein Mensch, und wenn es auch eine Beleidigung war, dass Ahas seinen Worten nicht glaubte, so würde er doch das übersehen haben, denn kein Mensch hat ein Recht, von andern den Glauben zu fordern bloß auf sein menschliches Zeugnis hin. Aber der Prophet war ein Bote Gottes, er redete im Namen Gottes, und ihm nicht glauben, das hieß Gott beleidigen. Da Gott durch Menschen zu den Menschen redet, so gebraucht der Unglaube auch heute noch denselben Vorwand: die Sache sei doch nicht so gewiss und der eine könne so gut irren, wie der andere, und man hält das für Wahrheit, dem die meisten zufallen, oder was den eigenen Gelüsten am besten gefällt. Es heißt, die Leute beleidigen, wenn man ihren Worten nicht glaubt, denn man erklärt sie damit für Lügner, die selber nicht glauben, was sie reden; das ist die leichtfertige Ausrede, die man an allen Orten von den Ungläubigen hören kann; oder man hält sie für törichte und beschränkte Menschen, die es nicht wert sind, dass man ihre Worte beachte. Aber wer euch hört, der hört Mich, und wer euch verachtet, der verachtet Mich“ - spricht der HErr zu Seinen Aposteln und Dienern, und wenn es dem Ahas schwer ward zu glauben, weil es schwer war, in dem Propheten den Boten Gottes zu erkennen, so haben wir heute das geschriebene Wort Gottes, daran wir klar und deutlich erkennen können, ob uns das Wort Gottes gepredigt wird, oder nicht, und glauben wir nicht, so wird das Zeichen uns richten, welches der HErr für den Glauben gegeben hat.

Wir preisen Dich, Vater und HErr Himmels und der Erde, dass Du uns Dein heiliges Wort und in demselben Deinen eingeborenen Sohn, JEsum Christum, gegeben hast, in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen liegen. Du hast die Finsternis unseres Herzens. mit dem Glanze Deines göttlichen Lichtes erleuchtet, Du hast uns gesegnet mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern und uns wissen lassen das Geheimnis Deines Willens nach Deinem Wohlgefallen. O so erhalte uns denn Dein Wort und uns in Deinem Worte, dass unser Glaube in uns kräftig werde und immer mehr wachse und zunehme, bis wir endlich das Ziel erreichen und das himmlische Kleinod erlangen. Amen. (Hermann Haccius)

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