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2. Mose 16,4

2. Mose 16,4

Andachten

Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinaus gehen und sammeln täglich.“.
Das gilt Israel in der Wüste, da sie nicht wissen, wo Brot hernehmen. Da kann man nun allerlei Betrachtungen anstellen. Warum, kann man fragen, bringt Gott durch Seinen Knecht Mose ein so großes Volk in eine Lage, bei der es fürchten muss, zu verhungern? Ja, da kann man an dem schon sehen, wie wichtig der Auszug Israels aus Ägypten war für die Zukunft, ja für die Rettung der ganzen Welt; wie es ja heißt, sie sollen ein Segen werden für alle Geschlechter der Erde. In Ägypten und überall war's rein unmöglich, ein solches Segensvolk heran zu ziehen. Es musste gewagt werden, sie heraus zu nehmen aus Ägypten, nur damit sie die bisherige Verbindung verlieren und für sich etwas Besonderes sein könnten. Da waren dann eben die Kornfelder noch nicht bestellt und das Land überhaupt, in das sie zunächst kamen, eine Wüste, in der nichts wächst, als Gras, das in den heißen Zeiten auch fast ganz verdorrte, so dass auch fürs Vieh, nur spärliches Futter da war. Aber es musste geschehen. Aber weiter: Konnte Gott das Volk verhungern lassen? Da galt für Ihn das Sprichwort: Wer A sagt, muss auch B sagen. Hat Er sie auf Adlersgefiedern heraus gebracht aus Ägypten, so muss Er jetzt Seine Allmacht noch weiter brauchen, um sie täglich zu ernähren. Aber, möchte man fragen, wie mag denn Gott ein solches Geschäft haben mit einem solchen Volk? Besinne dich! Da muss es über alle Maßen wichtig sein, dass das Volk erhalten bleibe. Ja, was wäre aus der Welt geworden, wenn kein Israel in ihr wäre, aus dem das Heil für uns alle kommt. (Christoph Blumhardt)


Siehe ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinaus gehen und sammeln täglich.
Das Wunder des Manna - Regens gibt auch Gedanken, wie die, dass das Brotgeben an das Volk vorbildlich ist. Wie Gott hier das Volk am Leben erhält, so will Gott die ganze Welt zum Leben führen, und das Mannabrot vom Himmel konzentriert sich später in dem Einen, der da heißt JEsus Christus, der von sich sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ und: „Ich bin das Brot vom Himmel kommen.“ Er konzentriert in Seiner Person alles das, was der Menschheit nötig ist, um zu leben und nicht zu sterben. Das Mannabrot fehlt uns freilich gegenwärtig in vieler Hinsicht und wenn es mit der Menschheit zum Leben kommen soll, so muss Gott noch einmal den geistlichen Manna-Regen kommen lassen, der alle Heilandskräfte uns wieder bringt. So wird denn auch in der Offenbarung gesagt: „Wer überwindet, dem will ich zu essen geben vom verborgenen Manna.“ Also das Manna, ist von höchster Bedeutung. Wer sein Leben nicht vom Himmel herab nährt, der stirbt. Das Manna war freilich nicht eigentlich himmlisch, sondern nur von der Höhe Heruntergefallen, und irdischer Stoff, wie der Heiland selber es sagt. Aber es stellt vor das Lebensbrot vom Himmel, das zum ewigen Leben nährt. Nun, sei's viel oder wenig, was wir in unsern Tagen bekommen: wir wollen das Manna auslesen, das wir haben. Denn in der Schrift ist's aufbewahrt. Sie ist wie das Krüglein mit Manna in der Bundeslade. So, wie dort, haben wir in der Bibel auch das Manna; und wer sich aufmacht und aufliest, der wird vom Tod errettet und lebt. (Christoph Blumhardt)

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