Der Vater hat den Sohn lieb und zeiget ihm alles, was er tut und wird ihm noch größere Werke zeigen, dass ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, also auch der Sohn macht lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohne gegeben, auf dass sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
Hat der Vater dich also lieb, wie du von ihm zeugst, Herr Jesu, wie sollten wir dich nicht auch lieb haben von ganzem Herzen. Und bist du auch nicht gekommen, deine Ehre zu suchen bei Menschen, so wollen wir doch die Ehre dir geben, welche der Vater dir zugeteilt hat. Du bist ja doch unser Heiland, der aus lauter Liebe und Erbarmen zu uns gekommen ist in die Welt, uns zu zeigen, was der Vater dir zuvor gezeigt hat, und uns mitzuteilen, was du bei dem Vater in lauter Geliebt-werden-von-ihm und Ihn-wieder-lieben zuvor gesehen hast. Und dazu bist du ja doch unter uns erschienen im Fleisch, zu zerstören die Werke des Teufels und dagegen zu vollenden die Werke, welche der Vater dir gegeben hat. Alles Gericht hat dir der Vater übergeben, es sei zum Leben oder zum Tode. Doch richtest du niemand, sondern jeder richtet sich selbst, je nachdem er die Ehre dir gibt, welche dir gebührt. Wer an dich glaubt und als den eingeborenen Sohn, als den Heiland aller Welt dich ehrt, der kommt zum Leben und gelangt durch dich zum ewigen Leben. Wer dich aber verachtet und verwirft, der kann auch das Leben nicht haben, der bleibt vielmehr im Tode und bringt den ewigen Tod über sich. Darum solls uns betrüben, so wir jemanden im Unverstand hören reden, dass er von dir absehen und den Vater ohne dich ehren wolle, und soll uns tief ins Herz schneiden, so wir sehen, dass ein Mensch in seinen Sünden und darum im Tode bleibt, weil er dich nicht kennen, nicht an dich glauben, dich als seinen Herrn nicht ehren will. Wir aber wollen im Glauben dich ehren und beständig fest beharren im Bekenntnisse deines teuren Namens. Offenbare nur unter uns deine Herrlichkeit. Lass uns immer besser schauen und erkennen, wie der Vater dich lieb hat, und wie du wieder die Welt lieb hast. Vollende an uns und an deiner ganzen Gemeinde das Werk, das du angefangen hast, und gib uns Kraft durch den Heiligen Geist, dass wir stark an unserm inwendigen Menschen und erfüllt werden von allerlei Gottesfülle. müsse dir gelingen zu unserm und zum Heile der ganzen Welt. Amen. (Carl Just)