**Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen? **
Maria fragte nicht im Unglauben. Ihre Frage hat nur den Sinn: „Ich glaube es, aber wie soll es zugehen?“ Ihre Verwandte, Elisabeth, sagt ja auch später zu ihr: „Selig bist du, die du geglaubt hast.“ Maria bat auch nicht um ein Zeichen; die Stimme des Engels genügte ihr. Sie glaubte und bat nur um Belehrung. Zacharias, der Zweifler, wurde als Zweifler behandelt und bekam ein Zeichen, das zugleich eine Strafe war. Maria, die Fragende, hatte nicht um ein Zeichen gebeten, aber sie bekam eins und zwar ein für sie recht erfreuliches: die Begegnung mit Elisabeth. Der Herr gibt uns manchmal ein Zeichen, wenn wir keins wünschen; gute Zeichen werden aber am häufigsten denen gegeben, die nicht darum bitten, sondern unbedingt ihres Vaters Wort glauben. - Maria bat um Belehrung und der Engel gab sie ihr. „Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten.“ Wenn du demütig und gläubig den Herrn um Belehrung in göttlichen Dingen bittest, so gibt er dir seinen Geist, der dich in alle Wahrheit leitet und dich weise macht zur Seligkeit. So wollen wir lernbegierig sein wie Maria oft und viel fragen, nach Erkenntnis streben, tief hineinschauen in die Verheißungen Gottes, die wir nie zu genau erforschen können. Fraget, aber es sei kein Körnchen Unglauben in der Frage, sondern sprecht: „Ich weiß in meinem Herzen, dass es so sein kann, denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.“ „Wie kann er mich erretten? Wie wird er mich bis ans Ende erhalten? Wie kann er mich in der Verfolgung schützen, vor Versuchung, vor dem Teufel, der Welt und dem Fleisch bewahren?“ Antwort: „Bei Gott ist kein Ding unmöglich.“ (Charles Haddon Spurgeon)