Und soll geschehen, ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören.
Rasches Werk dies! Der Herr hört uns, ehe wir rufen, und antwortet uns oft in derselben schnellen Weise. Da Er unsre Nöte und unsre Gebete vorhersieht, ordnet Er die Dinge so, dass Er, noch ehe die Not wirklich da ist, schon dafür sorgt, und ehe die Prüfung Über uns kommt, uns dagegen gewappnet hat. Das ist die Pünktlichkeit der Allwissenheit, wie wir haben sie oft gesehen. Ehe wir noch das Leiden ahnten, das im Anzug war, kam schon der starke Trost, der uns unter demselben aufrecht halten sollte. Was für einen Gebet erhörenden Gott haben wir!
Der zweite Satz lässt uns an das Telefon denken. Obwohl Gott im Himmel ist und wir auf der Erde, so lässt Er doch unser Wort gleich seinem eignen Wort sehr schnell laufen. Wenn wir auf rechte Weise beten, so sprechen wir in das Ohr Gottes. Unser gnädiger Mittler bringt unsre Bitten sogleich vor, und der große Vater hört sie und hat Wohlgefallen daran. Großartiges Beten dies! Wer wollte nicht viel im Gebet sein, wenn er weiß, dass er das Ohr des Königs der Könige hat? Diesen Tag will ich im Glauben beten, und nicht nur glauben, dass ich gehört werden soll, sondern dass ich gehört worden bin; nicht nur, dass ich Antwort erhalten werde, sondern dass ich die Antwort schon habe. Heiliger Geist, hilf mir hierin! (Charles Haddon Spurgeon)
Aus obgemeldeten Betrachtungen wird nicht allein das Herz zum wahren Gebet bereitet, sondern es folgen auch daraus andere schöne Lehren.
Jes. 65, 24.: Ehe sie rufen, will ich hören, und wenn sie noch reden, will ich antworten.
Wir lernen hieraus:
O Gott! wecke uns auf, so wachen wir; ziehe uns nach dir, so laufen wir den rechten Weg durch Christum ins Reich Gottes. Amen.