====== Offenbarung 21,6====== =====Andachten===== **Und Er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das 0, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.**\\ Wir werden einst hören das Allmachtswort: „Es ist geschehen!“ und werden sie fliehen sehen, diese Erde, und im Feuer vergehen und werden nicht erschrecken; denn auf die Stufen Seines Stuhles sind wir gerettet. Er ist unser Gott und bei Ihm ist unser Erbe! Dürstend werden wir kommen, dürstend in lebenslang gesteigerter, mit jedem Schritt näher dem Ziel nur wachsender Sehnsucht, dürstend von der Hitze des letzten Streites langen wir an. Und nicht mehr ein Labetrunk nur wird uns gereicht: wir stehen an der Quelle, wir trinken in vollen Zügen, wir sinken in ein Meer und tauchen auf, erneuert, genesen in unaussprechlicher Wonne: wir tranken ewiges Leben und sind erneuert, unvergänglich, unverwelklich! Wer ahnte am Anfang die Herrlichkeit dieses Endes? Am Anfang der Sündenentwicklung das Ende der Erlösung, das herrliche, über alles Denken selige Ende: Ich werde sein Gott sein! Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, dass wir Ihm gleich sein werden, dem Sohne gleich in der Liebe, in der Nähe des Vaters, was setze ich noch hinzu: im Erbe? „Wer überwindet, der wird es ja alles ererben; aber mein Gott ist mein alles!“ Er wird mein Gott sein und ich werde Sein Sohn sein.“ O du großes, du ewiges Vaterherz, o hilf uns kommen zu Dir! O Du allmächtiges A, sei unser Anfang, o Du ewiges O, sei unser Ende, sei unser Sieg! O du Quelle des ewigen Lebens, sei unserer Wallfahrt Stärke, bis wir ruhen bei Dir, und es erwerben, dass Du unser Gott bist und wir es hören aus Deinem Munde: Mein Sohn, Mein Sohn! Amen. (Gerhard von Zezschwitz) ---- **Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.**\\ Wenn das Feuer noch so heiß brennt und die Not noch so hoch steigt, - denen, die den Herrn suchen, wird es nie an einem Labetrunk fehlen. Diesen bekommen sie umsonst, das heißt, ohne ihn zu verdienen, aus Gnaden; denn sie fühlen es, wie oft sie es haben an der rechten Treue fehlen lassen, wie wenig sie also wert sind, dass der Herr sie stärkt und erquickt. Wohl dem, der diese Erquickung sucht und für dieselbe, wenn er sie findet, dankbar ist unter allem Schweren, das ihn sonst treffen mag. (Christoph Blumhardt) ---- „**Ich will dem Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.**“\\ Es kommen immer viele zu mir, die mir dringend ans Herz legen, ich soll für sie beten, dass sie weiter kommen im Christlichen, reiner, vollkommener werden u. dgl. Da ist aber bei vielen die Meinung dahinter, man müsse recht viel zusammen schachern von guten Sächlein, um vom lieben Heiland angenommen zu werden. Man will viel zusammenschachern, dass man es Ihm geben kann fürs Wasser, das Er gibt. Da will man in einen großen Sack hinein langen können, wo lauter gute und schöne Sachen drin sind, dass man Ihm gegenüber es wett machen kann, wenn er einem das Wasser gibt. Aber da steht: Er gibt's umsonst. Also das übertriebene Frommsein-wollen hilft nichts; wir bekommen das lebendige Wasser umsonst. Nur ein bußfertiges Herz will der HErr. Wir dürfen gar nichts zahlen, wenn der liebe Gott uns gnädig sein soll. Der Pharisäer im Tempel hat Ihm wollen auszahlen mit seinen guten Werken; der Zöllner hat nichts gehabt zum Zahlen, und doch ist gerade er gerechtfertigt von seinen Sünden heim gegangen, der andere hat nichts bekommen. Ja, lieber Mensch, du kannst jetzt schon so viel haben, dass du nicht verdurstest, dass es hinauslangt, wenn's auch oft noch schmal hergeht. Aber wie wird's sein, wenn Seine Gerechtigkeit in Strömen kommt! Da werden wir erst froh sein, wenn wir ausgeharrt haben in Demut, Geduld und Glauben. (Christoph Blumhardt) =====Predigten===== {{tag>Zezschwitz_Gerhard_Andachten Blumhardt_Christoph_Andachten}}