Diese Seite ist nicht editierbar. Sie können den Quelltext sehen, jedoch nicht verändern. Kontaktieren Sie den Administrator, wenn Sie glauben, dass hier ein Fehler vorliegt. ======1. Thessalonicher 4,8 ====== =====Andachten===== **Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der Seinen Heiligen Geist gegeben hat in euch.**\\ Wer seine Mahnung überhört, sagt der Apostel, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, denn menschlich sind nur die Worte, in welchen der Wille Gottes gesagt ist, aber göttlich ist das Gebot selbst. Er hat aber hier nicht die offenbaren Gottesverächter im Sinn, sondern solche, die wirklich den aufrichtigen Willen haben, Christen zu sein, denn er nennt sie seine liebe Brüder, er ermahnt sie, immer völliger zu werden, und erinnert sie daran, dass sie den Heiligen Geist empfangen haben. Es ist beschämend, dass sie solcher Mahnung bedurften, aber eine doppelt ernste Mahnung ist es für uns, dass wir uns nicht sicher fühlen. Die apostolischen Gemeinden standen noch in dem Feuer der ersten Liebe, und der Apostel rühmt von ihnen, dass sie das Wort aufgenommen haben mit Freuden, also dass sie ein Vorbild geworden allen Gläubigen; und dennoch mussten sie so ernst und nachdrücklich vor denjenigen Sünden gewarnt werden, die unter allen die schnödesten sind. Wie viel mehr werden wir Ursache haben, es uns sagen zu lassen, dass wir täglich achthaben müssen auf uns selber, mit der Sünde niemals fertig zu sein, sondern immerfort gegen sie zu Felde zu liegen und den HErrn in unsern Herzen zu heiligen! Unrein sind aber nicht bloß die schmählichen Dinge, welche der Apostel hier genannt hat, sondern unrein ist alles Arge, und unrein macht alles, was aus dem Fleische kommt. Mit dem allem haben wir es in der Heiligung zu tun, dass wir es ablegen und die eigene Person davon rein und unbefleckt behalten. Lieber HErr, wir müssen uns schämen, dass wir der Ermahnung, immer völliger zu werden, noch immer bedürfen, obgleich wir es recht gut wissen, dass unsere Heiligung Dein Wille ist, und obschon wir auch den Heiligen Geist empfangen haben, welcher das Heiligungswerk in uns vollbringt. Wir wollen es wohl, aber wir wachen und beten, ringen und kämpfen nicht ernstlich genug, und unsere angeborene Sünde macht uns nicht bloß träge, sondern bringt uns auch leider noch oft zu Falle. O nimm darum Deinen Heiligen Geist nicht von uns, dass wir sorgsamer wachen, fleißiger beten, ernstlicher kämpfen und durch Deine Hilfe immer mehr in Dein Bild verklärt werden. Amen. (Hermann Haccius) =====Predigten===== {{tag>Haccius_Hermann_Andachten}}