Diese Seite ist nicht editierbar. Sie können den Quelltext sehen, jedoch nicht verändern. Kontaktieren Sie den Administrator, wenn Sie glauben, dass hier ein Fehler vorliegt. ======Johannes 11,49====== =====Andachten===== **Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr wisst nichts, bedenkt auch nichts; es ist uns besser, ein Mensch sterbe für das Volk, denn dass das ganze Volk verderbe. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern dieweil er desselbigen Jahres Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte sterben für das Volk und nicht für das Volk allein, sondern dass er die Kinder Gottes, die zerstreut waren, zusammenbrächte.**\\ Herr Gott, himmlischer Vater. Wie wunderbar und wie über all unser Verstehen und Begreifen! Die Feinde waren zu Rat versammelt über dein geliebtes Kind Jesus und konnten sich nicht einigen, wie sie ihm täten. In dem einen waren sie nur einig, dass sie alle gedachten, es böse zu machen. Da gab Kaiphas den Ausschlag, welcher desselbigen Jahres die hohepriesterliche Würde bekleidete. Er machte aller Ungewissheit ein Ende und entschied die Sache mit wenigen Worten. Es ist besser, sprach er, ein Mensch sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe. Wiewohl er aber damit als in seinem Namen und als nach seines Herzens Bedünken zu reden vermeinte, so musste er doch vielmehr als in deinem Namen reden und Zeugnis von deinem Rate ablegen. Ja in der Tat, das ist wunderbar und geht weit über alle menschlichen Vorstellungen und Gedanken. So hatte es schon lange, so vom Anfang der Welt bereits und vom ersten Sündenfalle an von dir geheißen. Von diesem wunderbaren Rate, der in keines Menschen und in keines Engels Herz jemals gekommen ist, dass es besser wäre, ein Mensch sterbe für das Volk, als dass das ganze Volk verderbe, hallte der Himmel wieder seit Jahrtausenden. Ach, so haben wir ein Zeugnis hier nicht eines Propheten, der in deinem Namen redete. So haben wir auch nicht ein Zeugnis aus deinem eigenen Munde, lieber Heiland, Herr Jesu, der du ja oft von deinem Leiden und Sterben voraus gesagt hast. Aus dem Munde deiner Feinde ist das Zeugnis hervorgegangen, die nach deinem Blute dürsteten und doch wider Wissen und Willen segnen mussten, indem sie fluchen wollten. So hilf uns doch durch deinen Heiligen Geist, dass wir glauben und nicht zweifeln, solches sei gewiss der Rat und Wille deines himmlischen Vaters gewesen. Du, lieber Heiland, solltest sterben für die Welt und auch für uns, auf dass die Welt nicht verloren wäre und wir nicht verderben müssten. Stärke und erhalte uns aber auch in solchem Glauben. Hilf uns, dass wir in demselben dir leben, dich lieben und preisen und zuletzt selig in ihm vollenden. Amen! (Carl Gottlieb Just) =====Predigten===== {{tag>Just_Carl_Andachten}}