Diese Seite ist nicht editierbar. Sie können den Quelltext sehen, jedoch nicht verändern. Kontaktieren Sie den Administrator, wenn Sie glauben, dass hier ein Fehler vorliegt. ====== Jesaja 27,3====== =====Andachten===== **Ich, der Herr, behüte ihn; ich will ihn leuchten jeden Augenblick, auf dass niemand ihn schädige, ich will ihn Tag und Nacht behüten.**\\ Wenn der Herr nicht sowohl durch einen Propheten , sondern in seiner eignen Person spricht, so hat das Wort ein besonderes Gewicht für gläubige Seelen. Es ist JAHWEH selbst, welcher der Hüter seines eignen Weinbergs ist, Er vertraut ihn keinem andren an, sondern lässt ihn seine eigne, persönliche Sorge sein. Sind die nicht wohl behütet, die der Herr selbst behütet? Wir sollen Feuchtigkeit erhalten, nicht nur jeden Tag und jede Stunde, sondern „jeden Augenblick.“ Wie sollten wir wachsen! Wie frisch und fruchtbar sollte jede Pflanze sein! Was für reiche Trauben sollten die Reben tragen! Aber Zerstörer kommen; kleine Füchse und der Eber. Deshalb ist der Herr selbst unser Hüter, und das zu allen Stunden, beides, „Tag und Nacht.“ Was kann uns dann schaden? Warum fürchten wir uns? Er pflegt, Er feuchtet, Er bewacht; was bedürfen wir mehr? Zweimal sagt der Herr in diesem Verse: „Ich will“. Welche Wahrheit, welche Macht, welche Liebe, welche Unveränderlichkeit finden wir in dem großen „Ich will“ Jahwes! Wer kann seinem Willen widerstehen? Wenn Er spricht: „Ich will“, was für Raum ist dann für den Zweifel da? Mit einem „Ich will“ können wir allen Heeren der Sünde, des Todes und der Hölle gegenüber treten. O Herr, da Du sprichst: „Ich will dich behüten,“, so antworte ich: „Ich will dich preisen!“ (Charles Haddon Spurgeon) ---- **Ich, der Herr, behüte meinen Weinberg und feuchte ihn bald, dass man seiner Blätter nicht vermisse; ich will ihn Tag und Nacht behüten.**\\ Das Bild des Weinberges mit seinen Weinstöcken ist freundlich gewählt, um zu zeigen, wie das felsige, unfruchtbare Erdreich des Menschenherzens durch die andauernde und vielseitige Liebesarbeit Gottes in einen fruchtbaren Boden mit köstlicher Pflanzung umgeschaffen werden kann. Kein Acker verlangt so viel Pflege, wie der Weingarten. Zunächst muss auf seine Umzäunung Sorgfalt verwendet werden. Der Zaun bedeutet das Gebot des alten Bundes, namentlich die Heilighaltung des Sabbattages, wodurch eine schützende Schranke zwischen Israel und den Heidenvölkern aufgerichtet wurde. Heute sind es die durch Bibel, Bekenntnisschriften und christliche Sitte gezogenen Ordnungen, welche den Weinberg Gottes unter dem Wächteramt des Heiligen Geistes schützen. Wird dieser Zaun nicht in Acht genommen, so brechen nur zu schnell „wilde Säue“ oder „kleine Füchse“ in den Garten Gottes; darum sollen die Ordnungen von jedermann wohl beachtet und ja nicht aus falscher Geistlichkeit als unnütz oder gar hindernd beseitigt werden. Wir haben es also Gott zu danken, dass wir noch unter seiner Pflege stehen, und es ist nur sein Verdienst, wenn die Rebe wächst und Frucht heran reift. Wie die Obhut, so ist die unausgesetzte Pflege dem Weinberge nötig. Dürre Zeiten der Leiden verlangen ein Befeuchten, damit die Blätter nicht verwelken und die Frucht nicht verdorrt. Kein Gärtner ist je so treu gegen seine Pflanzen, nicht einmal eine Mutter gegen ihre Kindlein, wie Gott der Herr gegen seinen Weinberg. Er sendet den Tau seiner Erquickung und den Regen des Geistes zur Erweckung und Neubelebung; er lässt in den Gottesdiensten, in der Feier des Abendmahles und im Gemeinschaftsleben der Christen seine Bächlein fließen, dass die Wurzeln im Untergrunde daraus trinken können. Gottes treue Pflege währt allezeit, insbesondere aber wird sie als eine Tag und Nacht dauernde bezeichnet. In der Dunkelheit der Nacht können die Tiere verheeren und die Diebe einbrechen. Die Nächte sind im Leben des Christen auch wohl zu beachten. Sie bedecken viel feine und grobe Sünden, die, wenn sie nicht ausgetilgt werden durch Christi Blut, einst eine schreckliche Abrechnung bringen und durch ihre Anklagen manchem den Angstschrei auspressen werden: „Ihr Berge fallet über uns, und ihr Hügel bedecket uns!“ Nachtstunden sind für Manche Stunden der Finsternis! Gottes Auge wachet aber, so des Tages, wie des Nachts. Wer will sich von nun an ihm mit Leib und Seele in die Hände geben, um die Reinigung durch Christi Blut bitten, damit der Feind ihn nie antaste und noch weniger ihn je zu Fall bringe? Gott, heiliger und barmherziger Heiland, vor dir ist nichts verborgen, was im finsteren schleichet. Errette deine Kinder von jedem Bann und jedem Anspruch des Teufels. Gnädiger, barmherziger Gott, hilf, dass die nicht verdorben werden, welche du dir zum Eigentum erkauft hast. Rette, was sich retten lässt. Erhöre, was nach dir seufzt! Amen. (Rudolf Wenger) =====Predigten===== {{tag>Spurgeon_Charles_Andachten Wenger_Rudolf_Andachten}}